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Jul
2019

Studium gleich Integration? Symposium vom 10. bis 12. Juli 2019 in Hannover

In einer Woche beginnt das Symposium "Studium gleich Integration? Integrationsdynamiken und Kompetenzen in der deutschen Hochschullandschaft am Beispiel Geflüchteter", das von der VolkswagenStiftung gefördert wird. Veranstalter sind das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, vertreten durch Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans (wissenschaftliche Geschäftsführerin) und Jana Berg (Projekt "WeGe"), und die Berlin Refugee Research Group, vertreten durch Prof. Dr. Bernhard Streitwieser (George Washington University, Washington D.C.).

Wissenschaftler*innen aus den Bereichen der Bildungs-, Flucht- und Integrationsforschung, sowie ausgewählte Expert*innen diskutieren zum Studienzugang für Geflüchtete, zu organisationalen und institutionellen Kontexten und zum Vergleich mit diversen anderen Studierendengruppen. Dabei liegt der Fokus auf der Situation in Deutschland, die darüber hinaus auch im internationalen Vergleich betrachtet wird. Eine Besonderheit bildet ein Panel, in dem Studierende und Akademiker*innen mit Fluchterfahrung über Bedingungen und Möglichkeiten der Integration durch ein Studium debattieren. Das Programm des Symposiums finden Sie hier. Im Rahmen des Symposiums werden auch neuste Ergebnisse aus unserem laufenden Forschungsprojekt WeGe präsentiert. Ein Vortrag nimmt die Lernstrategien von Teilnehmer*innen an Studienkollegkursen unter die Lupe. Ein Poster zeigt zusammenfassend Ergebnisse qualitativer Interviews mit Geflüchteten und Expert*innen sowie der ersten Fragebogenerhebung unter Teilnehmer*innen in Vorbereitungskursen.

Programm

Poster

StS / MG

May
2019

Welche Faktoren können zu Abbruchgedanken führen und die selbstwahrgenommenen Erfolgsaussichten beeinflussen?

Eine zentrale Fragestellung die uns im WeGe-Projekt beschäft ist diejenige nach den Voraussetzungen für einen erfolgsreichen Übergang aus der Studienvorbereitung ins Studium. Mit ersten quantitativen Daten aus unserem Study Preparation Survey können wir nun bereits untersuchen, wovon es abhängt, ob geflüchtete und andere internationale Studierende an den Abbruch der Studienvorbereitung denken und wie sicher sie sich sind, die Prüfung am Ende der Studienvorbereitung zu bestehen. Erste Ergebnisse konnten wir auf der 1. International User-Conference des Forschungsdatenzentrums des DZHW vorstellen und mit internationalen Hochschulforscher*innen diskutieren. Viele Dank an dieser Stelle für die konstruktiven Rückmeldungen zum Vortrag. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass geflüchtete Studieninteressierte ihre Erfolgsaussichten keineswegs schlechter einschätzen als andere internationale Studierende. Allerdings denke sie etwas häufiger daran, die Studienvorbereitung abzubrechen. Wir bereiten unsere Analysen gerade weiter für die Veröffentlichung in einem Sammelband vor und freuen uns darauf, hier bald weitere Ergebnisse präsentieren zu können.

MG

Vortrag auf der Frühjahrstagung der Sektion Bildung und Erziehung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Studienfachwahl und Zugang zum Wunschfach sind wichtige Faktoren für die Aufnahme eines Studiums und den späteren Erfolg im Studium. Eine starke Fachbindung erhöht die Studienmotivation und erleichtert das Festhalten am Ziel des Studiums, auch bei attraktiven Alternativen wie beispielsweise einer Berufsausbildung. Falls Studierende kein Studium in ihrem Wunschfach aufnehmen (können), steigt dagegen die Wahrscheinlichkeit des Studienabbruchs. Es ist sinnvoll, diese Zusammenhänge bereits in der Studienvorbereitung von internationalen Studierenden mit und ohne Fluchterfahrung zu untersuchen, weil in dieser Gruppe das Risiko des Studienabbruchs besonders hoch ist.

Wir haben die Studienfachaspirationen von Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern mit und ohne Fluchterfahrung analysiert und danach gefragt, 1) welche Gründe es für eine mögliche Abweichung zwischen Wunschfach und voraussichtlichem Studienfach gibt und 2) welche Erklärungen sie selbst dafür geben. Wir haben die erste Welle des Study Preparation Survey ausgewertet, für den insgesamt 1019 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 74 Vorbereitungskursen befragt wurden. Hierzu fragten wir sowohl nach dem persönlichen Wunschfach, als auch nach dem Studienfach, das sie nach dem (erfolgreichen) Abschluss der Studienvorbereitung voraussichtlich studieren werden. Zusätzlich haben wir elf episodische Interviews mit geflüchteten Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern ausgewertet, die wir in unserer Vorstudie durchgeführt haben.

Die Übereinstimmung oder Abweichung zwischen Wunschfach und voraussichtlichem Studienfach wird durch die Anerkennung von Abschlüssen und Studienleistungen sowie Zulassungsbeschränkungen mitbestimmt. Darüber hinaus wirken sich neben bisherigen Bildungswegen und bildungsbiografischen Ressourcen auch soziales Kapital und Informationen auf die Zugangschancen ins Hochschulstudium aus.

StS

Publikation erschienen: "Study Preparation for Refugees in German 'Studienkollegs' - Interpretative Patterns of Access, Life-wide (Language) Learning"

Wie der aktuelle Forschungsstand zeigt, verfügt ein großer Anteil unter den Geflüchteten, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind, über weiterführende Schulabschlusse und insgesamt hohe Bildungsaspirationen. Die sog. Studienkollegs stellen bedeutende Einrichtungen für die Studienvorbereitung von internationalen Studieninteressierten aus Ländern außerhalb der EU dar, darunter auch viele Geflüchtete. Bislang gibt es kaum Forschung zu Studienkollegs. In der Publikation beschreiben wir die regulatorischen Grundlagen und den institutionellen Kontext der Bildungswege in die Studienvorbereitung und des Hochschulzugangs für geflüchtete Studieninteressierte in Deutschland. Auf der Basis einer qualitativen Fallstudie analysieren wir Deutungsmuster der Studienvorbereitung in deutschen Studienkollegs. Wir rekonstruieren verschiedene Deutungsmuster über die beiden Gruppen der Lehrenden und Lernenden hinweg als meritokratische (Re-)Interpretation von Unterschieden. Lehrende wie Lernende blenden dabei strukturelle Ungleichheiten tendenziell aus. Abschließend diskutieren wir einige hochschulpolitische Implikationen und benennen weitere Forschungsbedarfe.

StS

Jan
2019

Wie wird Hochschulbildung durch Geflüchtete gewertschätzt und welche Herausforderungen begegnen Ihnen auf dem Weg ins Studium? Explorative Studie in Global Education Review erschienen.

Die Situation von Studieninteressierten mit Fluchthintergrund war in Deutschland empirisch bisher wenig untersucht. Daher haben wir im Jahr 2017 eine explorative Studie durchgeführt und Interviews mit studieninteressierten Geflüchteten und Mitarbeiter*innen an Hochschulen und in Beratungseinrichtungen für eine Veröffentlichtung in der Fachzeitschrift Global Education Review analysiert. In diesem Beitrag werden zentrale Befunde, die auch in unserem DZHW-Brief 5/2018 dargestellt werden ausführlicher hergeleitet, beschrieben und in einen theoretischen Rahmen eingebettet. Dieser theoretische Rahmen fußt auf dem Capabilities Approach von Amartya Sen sowie auf der Pragmatic Sociology von Laurent Thévenot. Wir beschäftigen uns näher damit, wie Studieninteressierte mit Fluchthintergrund der Hochschulbildung Wertigkeit zuschreiben, welche Handlungslinien sie entwickeln, um dieses wertgeschätzte Ziel zu erreichen und welche Herausforderungen und Umwandlungsfaktoren von Bedeutung sind, wenn aus dem wertgeschätzten Ziel ein erfolgreich realisierter Übergang ins Hochschulstudium wird. Als besonders wichtig erweisen sich in diesem Zusammenhang, frühzeitige, klare und verlässliche Informationen für studieninteressierte Geflüchtete, ein motivierendes soziales Umfeld und nicht zuletzt bisweilen widersprüchliche rechtliche Rahmenbedingungen aus den Bereichen des Asyl-, Sozial- und Hochschulrechtes. Beispielsweise können Wohnsitzauflagen hohe Hürden darstellen und lange Pendelwege zur Folge haben.

MG

Oct
2018

Study Preparation Survey: Befragungen an Studienkollegs und Hochschulen

Seit Mitte Oktober ist es nun endlich soweit: Wir befragen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer an Studienkollegs und an Hochschulen die sich gerade auf ein Studium in Deutschland vorbereiten. An mindestens fünf verschiedenen regionalen Clustern mit jeweils mehren Institutionen der Studienvorbereitung führen wir unseren "Study Preparation Survey" direkt bei den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern durch. Für die Möglichkeit uns direkt in den Kursen vorstellen zu können und für das Große Vertrauen, dass uns von Lehrenden und Teilnehmenden entgegengebracht wird, wollen wir uns sehr herzlich bedanken!

MG

Vortragspanel auf Konferenz des Netzwerk Fluchtforschung in Eichstätt organisiert

Vom 4. Bis zum 6. Oktober fand in Eichstätt die zweite Konferenz des Netzwerks für Fluchtforschung in Eichstätt statt. Vielfältige Panels behandelten Themen rund um Flucht und Asyl. Dabei waren unterschiedlichste Disziplinen und Schwerpunkte vertreten. Das WeGe-Projekt richtete bei der Konferenz ein eigenes Panel zum Thema „Studium nach der Flucht oder Zwangsmigration: Theoretische Perspektiven und empirische Probleme“ aus. Eingeleitet wurde es von einem Vortrag über den Einsatz zu episodischen Interviews und qualitativen Netzwerkkarten im Rahmen der Vorstudie des WeGe-Projektes. Anschließend stellte Dr. Katrin Sontag ihre Studie zur Situation von studieninteressierten Geflüchteten in Deutschland, der Schweiz und Frankreich vor. Lukas Engelmeier (Uni Bremen) und Noelia P. Streicher (Uni Oldenburg) präsentierten im dritten Vortrag ihr theoretisches und methodologisches Konzept des Forschungsprojektes „Erfahrungen geflüchteter Studierender (ErgeS)“. Wir bedanken uns bei allen Vortragenden und Teilnehmenden für die spannenden Präsentationen und die konstruktive Diskussion im Anschluss. Das Projektteam nutzte darüber hinaus die Möglichkeit, die Keynotes von Prof. Dr. Cathryn Costello und Dr. Rose Jaji anzuhören und verschiedenste weitere Panels zu besuchen.

JB/MG

Sep
2018

Bildung und Flucht auf DGS-Kongress in Göttingen

Vom 24. Bis 28. September fand in Göttingen der 39. Kongress der deutschen Gesellschaft für Soziologie mit dem Titel „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ statt. Das WeGe-Projekt war dabei mit der Präsentation „Zwischen Partizipation und (Re)Traumatisierung – kritische Überlegungen zur reflektierten Forschung mit Geflüchteten“ im Panel „Empirische Fluchtforschung: Neue Datenquellen, methodische und forschungsethische Aspekte“ vertreten. Das Thema unserer Präsentation war unsere Vorbereitung auf besondere Bedingungen und Ansprüche der Forschung mit Geflüchteten für unsere qualitative Vorstudie. Basierend auf der Auseinandersetzung mit Literatur zu Fluchtforschung arbeiteten wir verschiedene Sensibilisierungsanlässe und Orientierungen heraus. So zeigen sich sowohl zur Nutzenorientierung, als auch im Rahmen der Reflektion der Zielgruppe große Unterschiede. Während insbesondere partizipative Studien stark den Nutzen für die konkreten Teilnehmer*innen betonen, orientieren sich andere Studien primär etwa an der Politikberatung oder wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn. Was die Reflektion der Zielgruppe angeht, liegt der Fokus teilweise stark auf forschungsethischen, auf der anderen Seite vorrangig auf forschungspraktischen Aspekten. In diesem Rahmen verorteten wir unsere qualitative Vorstudie und stellten sowohl unsere genaue Zielgruppe, als auch unser konkretes Sensibilisierungskonzept genauer vor. Über den Vortrag hinaus konnten wir weitere Panels, unter anderem zu Bildung und Flucht und empirischer Forschung mit Geflüchteten, besuchen. Wir bedanken uns bei den Veranstalter*innen und Vortragenden für die spannenden Panels und Vorträge.

JB

Aug
2018

Publikation „Die Situation von Geflüchteten auf dem Weg ins Studium“

Wie gestalten sich die Wege ins Studium für Geflüchtete? Welche Herausforderungen erfahren sie auf dem Weg dorthin? Woraus schöpfen sie Kraft und wo erleben sie Grenzen? Diese Fragen untersucht das DZHW in seinem Projekt "Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen (WeGe)". Erste Ergebnisse sind im DZHW Brief 5/2018 zusammengefasst, der heute veröffentlicht wird.

Viele der Herausforderungen, mit denen sowohl die Hochschulen als auch die Geflüchteten kämpfen, können von ihnen nicht unmittelbar beeinflusst werden. Sie begründen sich vielmehr in den integrationspolitischen Rahmenbedingungen, der Finanzierungs- und Wohnsituation der studieninteressierten Geflüchteten sowie darin, dass z.B. die Integrations- und Sprachkurse außerhalb der Hochschulen nicht immer auf die Anforderungen fortgeschrittener Sprachkurse an den Hochschulen selbst vorbereiten. Zudem ist die Konkurrenz um Plätze in Vorbereitungskursen und Sprachzentren sehr groß. Zusammengenommen führt dies dazu, dass sich der Studienstart für Geflüchtete entgegen der eigenen Erwartungen stark verzögern kann, auch wenn sie beispielsweise in ihrem Heimatland bereits ein Abitur abgelegt haben oder schon dort ein Studium begonnen hatten.

Der DZHW-Brief 5/2018 steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

MG

Fokusgruppendiskussion im August 2018

Ein Fokusgruppengespräch diente uns als abschließende Nachbereitung der Vorstudie und der weiteren Verbesserung unserer quantitativen Befragung, die im Herbst in verschiedenen Kursen von Hochschulen und Studienkollegs in der ersten Welle starten wird.

Das WeGe-Team hat zunächst wesentliche Ergebnisse der Vorstudie präsentiert, wie sie auch in dem neu erschienenen DZHW-Brief zusammengefasst sind (Download). Danach haben die Teilnehmer die Gelegenheit genutzt, die Forschungsergebnisse aus individueller Perspektive und vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen kritisch zu kommentieren und zu ergänzen. Wir bedanken uns sehr für die offene Atmosphäre, in der wir über unsere Forschungsergebnisse diskutieren konnten! Auch im Hinblick auf unsere weiteren Analysen konnten wir wichtige Hintergrundinformationen sammeln, die uns helfen unsere Ergebnisse in den gegenwärtigen Kontext des komplexen Zusammenspiels von Studium und Flucht in Deutschland einzuordnen.

Von großer praktischer Relevanz war der Teil des Fokusgruppengesprächs, in dem es um die spontane Kritik und Kommentierung einzelner Fragen ging, die im Fragebogen für die erste Welle enthalten sind. Wir haben von den Teilnehmern viele hilfreiche Vorschläge für Überarbeitungen bekommen, die wir so schnell wie möglich umsetzen werden.

Ein herzliches Dankeschön noch einmal an alle, die dabei sein konnten!

StS

Forschungsüberblick in der Zeitschrift für Flüchtlingsforschung erschienen

Hochschulbildung für Geflüchtete ist ein international bislang wenig erforschtes Thema. In unserem Beitrag „Zwischen Befähigung und Stigmatisierung? Die Situation von Geflüchteten beim Hochschulzugang und im Studium. Ein internationaler Forschungsüberblick (link) in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Flüchtlingsforschung geben wir eine systematische Übersicht über den internationalen Forschungsstand. Dabei fällt auf, dass die wenigen existierenden Studien fast alle auf qualitativen Daten und häufig (sehr) kleinen Fallzahlen basieren. Geographisch konzentrieren sich die Studien auf den englischsprachigen Raum (Australien, Kanada, UK, USA). Wir beschreiben die wichtigsten Aspirationen und Hindernisse, die für den Studienzugang und das Studium Geflüchteter genannt werden und vergleichen diese mit dem Forschungsstand zu internationalen Studierenden in Deutschland. Schließlich diskutieren wir wissenschaftliche und (hochschul-)politische Implikationen, die sich aus dem Forschungsstand ergeben.

JB

May
2018

Interviews und Pretest des Fragebogens: Vielen Dank für die Unterstützung!

Viele Teilnehmer*innen aus studienvorbereitenden Kursen haben uns durch ausführliche Gespräche geholfen, einen adressatengerechten Fragebogen zu erstellen. Es war ein langwieriger Prozess, einen Fragebogen zu entwickeln, der die allgemein wichtigsten Aspekte der Lebenssituation und der Lernprozesse erfasst und dabei auch das große Erfahrungswissen mit aufnimmt, das uns in den Gesprächen mit Kursteilnehmer*innen zuteilwurde. Vielen Dank an alle, die bereit waren mit uns zu sprechen.

Ein ganz besonderer Dank gilt auch den Teilnehmer*innen von insgesamt sechs Vorbereitungskursen (Schwerpunktkurse und Sprachkurse) an unterschiedlichen Hochschulstandorten, die bereit waren unseren Fragebogen zu beantworten. Sehr geholfen hat uns dabei die engagierte Vorbereitung der Befragungstermine durch die Kurskoordinator*innen und Kursleiter*innen.

Wir bedanken uns für das große Vertrauen, dass uns sowohl in den qualitativen Interviews als auch bei den Befragungen im Kursverband entgegengebracht wurde. Und freuen uns darauf im nächsten Semester mit unserem Fragebogen bundesweit viele weitere Hochschulstandorte zu besuchen, um die Frage nach den Bedingungen eines erfolgreichen Weges ins Hochschulstudium in Deutschland weiter aufklären zu können.

MG

Mar
2018

Besuch der DAAD-Konferenz „Viel geschafft und doch erst am Anfang?“: Erfahrungen aus der Praxis

Der DAAD fördert seit Ende 2015 mit Hilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verschiedene Hochschulprogramme für Geflüchtete, um die Integration dieser Zielgruppe an deutsche Hochschulen zu unterstützen. Dazu zählt beispielsweise auch das Integra-Programm, wofür unser WeGe-Projekt erste Daten ausgewertet und veröffentlicht hat (link).

Bislang konnten bereits viele Hochschulen und Studienkollegs gefördert werden und die weiter steigende Teilnehmerzahl eröffnet nicht nur neue Handlungsfelder, sondern stellt auch neue Herausforderungen an die optimale Begleitung während des Studiums. Viele aufkommende Fragen, Erfolge als auch eben Herausforderungen sollten bei der Konferenz „Viel geschafft und doch erst am Anfang? Erfolge und Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten ins Studium“ in einem großen Plenum diskutiert werden, um neue Impulse zu bekommen und die geförderten Hochschulprogramme stetig zu verbessern. Die Konferenz fand vom 14.-16. März in Berlin statt und auch unser Projekt war vertreten, was für uns eine gute Möglichkeit war, mit der Praxis in Kontakt zu kommen.

Durch Interviews mit geflüchteten Studierenden, Vertretern der Hochschulen und der Politik sowie Impulsvorträge, als auch verschiedene Workshops und Trainings an den verschiedenen Konferenztagen bot sich die Gelegenheit zum aktiven Austausch. Neben viel Lob und Dankbarkeit für die Unterstützung der Programme fanden auch rege Diskussionen zu Verbesserungsmöglichkeiten statt. Wir konnten beispielsweise unser Wissen in den Themen Asyl- und Aufenthaltsrecht, interkulturelle Kommunikation und Evaluation von Maßnahmen erweitern. Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die viele verschiedene Akteure, die sich mit studieninteressierten Geflüchteten beschäftigen, zusammenbrachte und vor allem für uns einen guten Austausch, vor allem mit der Praxis, ermöglichte.

CS

Dec
2017

Publikation „Integration von Flüchtlingen an deutschen Hochschulen“

Wie viele Menschen nehmen an geförderten Kursangeboten teil? Aus welchen Herkunftsländern kommen diese Menschen und an welchem Punkt in ihrer Bildungsbiographie befinden sie sich? Welche Herausforderungen stellen sich für die Geflüchteten in Studienvorbereitung und für die Hochschulen und Studienkollegs? Eine gemeinsame Publikation von DZHW und DAAD gibt nun dazu erste Einsichten. Sie basiert auf Daten des Programms „Integra – Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ sowie des kostenfreien Prüfverfahrens für Flüchtlinge bei uni-assist.

Die Information steht nachfolgend für alle Interessenten kostenfrei zum Download zur Verfügung.

CS / MG

Erster Workshop „Herausforderungen quantitativer und qualitativer Bildungsforschung mit Geflüchteten“ am 30.11.2017

Auf diesem ersten Workshop des Projekts ging es um eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen unserer Vorstudie, die Weiterentwicklung der Forschungsfragen und der in 2018 geplanten Feldphasen, Erhebungen und Analysen. Hierzu haben wir externe Expert*innen zu verschiedenen Herausforderungen der Forschung mit Geflüchteten eingeladen. Hans Dietrich vom IAB stellte die Studie „Wellcome“ vor, in der die aktuelle Lebenssituation und der Übergang in Bildung und Beschäftigung von Migrant*innen und Geflüchteten in Deutschland untersucht werden. Mit einem Input zu „Lernumwelten und Lernnetzwerken“ und dem methodischen Schwerpunkt der Netzwerkanalyse unterstützte uns Lysann Zander von der FU Berlin. Mit der Fragestellung „Deutsch als Interviewsprache?“ hat sich Barbara Baumann intensiv in ihrer Forschung mit geflüchteten Schüler*innen an beruflichen Schulen beschäftigt und mit uns gemeinsam die Vor- und Nachteile diskutiert. Den Abschluss dieses ersten Workshops bildete der Vortrag von Iris Graeff-Callies, die die Forschungsgruppe Soziale und Transkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover leitet, zum Thema „(Re-)Traumatisierung und Sozialforschung“. STS

Oct
2017

Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen, Studienkollegs und in der Beratung: Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Im Verlaufe des August und September konnten wir den überwiegenden Teil der geplanten Interviews mit Expertinnen und Experten an ausgewählten Hochschulen, Studienkollegs sowie in der Sozial- und Bildungsberatung erfolgreich führen. Wir haben dabei viele Eindrücke gewinnen können über die wichtige Arbeit und unterschiedlichste Ansätze, Perspektiven und Probleme. Nur zwei sollen hier kurz herausgehoben werden:

1) Die vielen Angebote an Sprachkursen unterschiedlichster Träger werden als unübersichtlich erlebt. Ihre Qualität einzuschätzen kann eine schwierige Herausforderung darstellen.

2) Die Finanzierung des Lebensunterhalts stellt für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer von studienvorbereitenden Angeboten ein existenzielles Problem dar, das in der Perspektive von Interviewteilnehmerinnen und -teilnehmern auch Folgen für das Lernen hat. Diese Problematik setzt sich im Studium fort, wobei verbindliche Regelungen zur Vermeidung oder Überbrückung von drohenden BAföG-Lücken helfen würden.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Studienkollegs, Hochschulen, Sozial- und Bildungsberatung. Wir werten die Interviews inhaltsanalytisch aus, um bald umfangreiche Ergebnisse veröffentlichen zu können.

MG

Sep
2017

Open Space in Berlin: Eine perfekte Gelegenheit zum Austausch in Vorbereitung auf unsere ersten Interviews mit Geflüchteten

Bald starten wir unsere explorative Befragung von Geflüchteten für die Vorstudie. Um uns darauf ausführlich vorzubereiten, haben wir uns einen Überblick über die Herangehensweisen früherer Studien mit Geflüchteten und inhaltliche Debatten rund um die Thematik verschafft. Zentrale Themen, wie beispielsweise eine mögliche (Re)Traumatisierung, eine verständliche Einverständniserklärung für das Speichern und wissenschaftliche Auswerten der Daten oder die Wahl der Interviewsprache konnten wir im Rahmen der Veranstaltung „Qualitative Migrationsforschung heute – Ein Open Space für aktuelle Themen und Methoden“ der Sektionen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für qualitative Sozialforschung, Migration und ethnischen Minderheiten und des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) vertiefend mit anderen Teilnehmenden diskutieren.

Der Open Space bietet ein offenes Format für Diskussion und Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe, bei dem die Teilnehmenden selbst spannende Inhalte einbringen. So entsteht ein offener Austausch zu aktuellen Themen aus der Forschungspraxis. Wir konnten einige Anregungen mitnehmen und fühlen uns auf der Basis einer ausführlichen Reflektion und Vorbereitung zum Thema bereit, in die Befragungen einzusteigen, auf die wir sehr gespannt sind.

JB

Jul
2017

Studie auf internationaler Konferenz in Portugal vorgestellt

Am 19.07.2017 konnten wir unser Forschungsprojekt WeGe (Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen) anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt vorstellen und gemeinsam mit diesen diskutieren. Der Vortrag wurde von Michael Grüttner auf der 7. Konferenz der European Survey Research Association in Lissabon gehalten. Wir haben unsere theoretischen Überlegungen und methodischen Planungen dargestellt und einige hilfreiche Rückfragen und Kommentare erhalten. Insgesamt war die Teilnahme an dieser internationalen Konferenz für unser Projekt sehr wertvoll. Dort war sehr viel Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen möglich, die sich ebenfalls mit Forschung zum Thema Flucht und Bildung beschäftigen. Gerade auch die besonderen Herausforderungen von Übersetzungen und von interkulturellen Studien wurden dort kontrovers diskutiert.

MG

Jun
2017

Präsentation des WeGe-Projekts auf der BMBF-Fachtagung

Seit Beginn des Jahres fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung insgesamt 20 Forschungsprojekte zum Thema "Studienerfolg und Studienabbruch", darunter unser Projekt "Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen". Am 08./09.06.2017 kamen die geförderten Projekte auf Einladung des DLR-Projektträgers in Berlin zu ihrer ersten Fachtagung zusammen.

Das übergreifende Ziel aller Projekte ist es, die Quote der Studienabbrecher(innen) deutlich und dauerhaft zu senken. Hierfür beschäftigen sich die Projekte mit verschiedenen Theorien, Forschungsmethoden und Entwicklungsmaßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs.

Neben dem WeGe-Projekt gehen die Projekte "SeSaBa – Studienerfolg und Studienabbruch bei Bildungsausländern und -ausländerinnen in Deutschland im Bachelor- und Masterstudium" und "SPRASTU – Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländer/-innen" dabei auf die besondere Situation von ausländischen Studierenden ein. Gemeinsam mit Projekten, die in den sog. MINT-Fächern angesiedelt sind, haben wir die Fachtagung genutzt, um uns kennenzulernen, erstmals inhaltlich auszutauschen und miteinander zu vernetzen.

STS

Apr
2017

Start up!

Am 01.04.2017 startet das Projekt WeGe (Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen) am DZHW. Gefördert wird unsere Forschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ich darf dieses spannende Vorhaben als Projektleitung voranbringen und freue mich darüber, dass uns am DZHW Dr. Ulrich Heublein und Dr. Anja Gottburgsen mit ihrer großen Sachkenntnis bei den Themen internationale Studierende und Diversität zur Seite stehen. Carolin Schneider wird von Leipzig aus statistische Daten auswerten, die dem Projektteam vom DAAD zur Verfügung gestellt werden. Noch ist das Team aber nicht komplett: Ab Mai 2017 kommen Jana Berg und Stefanie Schröder hinzu. Jana Berg kommt neu ans DZHW und wird im Rahmen des Projektes eine Doktorarbeit verfassen. Stefanie Schröder hat am DZHW schon seit vielen Jahren Erfahrung in der Forschung zur Öffnung des Hochschulsystems gesammelt. Unser erstes gemeinsames Arbeitspaket ist es, uns gemeinsam in den Forschungsstand einzuarbeiten und qualitative Interviews mit Expertinnen und Experten sowie mit Geflüchteten, die sich in der Studienvorbereitung befinden, zu führen.

MG